Gesundheit ist nicht alles

Die Diskussion um die individuelle und kollektive Gesundheit verstellt leicht den Blick gegenüber dem individuellen Streben nach ‚Vitalität‘, ein Ausleben der eigenen Lebensanlagen. Dabei spielen Aspekte, wie soziale Akzeptanz, persönliche Unruhe, oft eine Rolle für die psychische Gesundheit, die dem Ziel der körperlichen Unversehrtheit entgegensteht.

Fragen des Arbeitsschutzes sind keine Glaubensfragen

Das Erreichen der eigenen Lebensziele setzt Gesundheit voraus, setzt sie aber dafür gern aufs Spiel, wenn Aspekte wie soziale Anerkennung eine wichtige Rolle spielen.

Die verschiedenen Ausgangspunkte und Standpunkte in einer Gemeinschaft äußern sich im Alltag in unterschiedlichen Vorstellungen davon, wieviel Risiko tragbar und erforderlich ist, um sich ‚lebendig, frei‘ zu fühlen.

Dass eine Gruppe von Leuten hinsichtlich ihrer Vitalitäts- und Risiko-Vorstellungen gemischt ist, ist normal, sollte nicht anders erwartet werden, war nie anders, ist auch woanders nicht anders. Es ist anscheinend ein zentrales Kennzeichen menschlicher Gemeinschaft.

Der Maßstab ist immer die Verantwortung für andere

Wer Verantwortung hat, muss Entscheidungen treffen und rechtfertigen, und dabei geht Gesundheit vor Vitalität. Aber, wie viele andere Dinge, die selbstverständlich erscheinen und es dann doch nicht sind, kann auch dies dem Wandel unterliegen. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, eine moralische oder politische Entscheidung zu bewirken, sondern lediglich darin, deine Referenz anzubieten, die Vorgänge sichtbar, […]

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